Qualitätsmanagement

Der Studiengang orientiert sich an den Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK, Qualitätssicherung in der Lehre, Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 22.09.2005), wonach unverzichtbare Kernelemente eines nachhaltigen Qualitätssicherungssystems Akkreditierung, Evaluation, Betreuungskonzept sowie Förderung der Lehrkompetenz sind.

Akkreditierung

Die Akkreditierung von Studiengängen stellt einen Prozess der Qualitätssicherung und -prüfung dar, bei dem Universitäten und andere höhere Bildungseinrichtungen von unabhängigen Gutachtern anhand von bewährten akademischen Standards überprüft und bewertet werden, um ein hohes Leistungsniveau von Lehre und Studium zu gewährleisten. Sofern bestimmte Standards erfüllt sind, wird das Studienprogramm - im Zeitraum befristet - akkreditiert. Eine gültige Akkreditierung ist die Grundlage, um den Lehrbetrieb im akkreditierten Studienprogramm überhaupt aufnehmen zu dürfen. Sie wird in einer Begutachtung mit Vertretern anderer akkreditierter Einrichtungen und Gutachtern mit praktischen Bezügen durchgeführt. Obwohl die Standards zur Durchführung von Evaluierungen teilweise variieren, werden unter Anderem folgende Punkte überprüft:

 

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  • Auftrag der Institution und Maßnahmen der Qualitätssicherung
  • Ziele und Grundsätze des Programms
  • Ressourcen zur Durchführung des Studienprogramms
  • Zulassungs- und Studienzugangsbedingungen
  • Studienberatung und Betreuung
  • Qualität der Fakultät und Ausbildungsangebote

 

In Deutschland ist das Akkreditierungsverfahren unabhängig und wird von privaten Agenturen durchgeführt. Die Kultusministerkonferenz sichert dabei die Qualitätsentwicklung und die Kontinuität in der Hochschulausbildung. Dazu hat die KMK unter Anderem den Akkreditierungsrat eingeführt, um seiner Verantwortung zur Qualitätssicherung im Bildungssektor nachzukommen. Der Akkreditierungsrat wiederum begutachtet die Akkreditierungsagenturen und stellt Richtlinien und Kriterien zur Studiengangakkreditierung auf. Derzeit existieren in Deutschland sieben Agenturen die staatliche oder staatlich-anerkannte Studiengänge mit den Abschlüssen „Bachelor“ and „Master“ akkreditieren.

Obwohl Akkreditierungsverfahren zeitraubend sind und für die Beteiligten oftmals eine Geduldsprobe sind, bietet es doch eine bedeutungsvolle Input-Quelle, wenn das Studienprogramm periodisch einer externe Qualitäts- und Kohärenzkontrolle unterzogen wird. Die Vorzüge eines unabhängigen Qualitätschecks haben uns schon früh überzeugt. Der LL.M. Studiengang im IT-Recht und Recht des Geistigen Eigentums, welcher erstmalig 1999 angeboten wurde, war folglich nicht nur einer der ersten LL.M.-Studiengänge sondern auch einer der ersten Studiengänge überhaupt, der von einer unabhängigen Akkreditierung und Evaluierung profitiert hat. Seit der ersten Akkreditierung im Jahr 2001 hat EULISP zwei weitere Reakkreditierungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Das letzte Verfahren wurde im Februar 2010 abgeschlossen. In Folge der jüngsten Begutachtung wurde der Masterstudiengang ohne Auflagen von der ZEvA (Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover) für den Maximalzeitraum von sieben Jahren - bis 2017 - reakkreditiert.

 

 

Reakkreditierungsurkunde tl_files/iri/icons/iconPDF.gif

 


Bewertungsbericht tl_files/iri/icons/iconPDF.gif

 

Evaluation

Die Evaluation besteht aus verschiedenen ineinandergreifenden Bestandteilen. Zum einen erhalten die Studierenden nach Abschluss des Semesters die Gelegenheit, alle in Hannover angebotenen Lehrveranstaltungen zu bewerten. Hierzu werden am Ende des jeweiligen Wintersemesters Evaluationsbögen verteilt, auf denen die Studierenden anonym die Veranstaltungen bewerten können. Dazu wird das Evaluierungssystem EvaSys verwandt. Die Bewertung erfolgt dabei u.a. im Hinblick auf Konzeption der Veranstaltung, Einsatz von Lehrmaterialien und Lehrverhalten des Dozenten/ der Dozentin. Die Studierenden werden zudem ermutigt, weitere Anregungen, insbesondere in Bezug auf den Auslandsaufenthalt, gegenüber der Studierendenbetreuung zu äußern.

Weitere Informationen zur Evaluation finden Sie hier.

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Als einziges juristisches Master-Programm ist der LL.M.-Studiengang im IT-Recht an der Leibniz Universität Hannover mit dem Qualitätslabel der Exzellenzinitiative des DAAD ausgezeichnet worden. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Deutsche Akademische Austauschdienst würdigten bei der diesjährigen Verleihung das Programm des Instituts für Rechtsinformatik als einen der zehn besten internationalen Master-Studiengänge an deutschen Hochschulen. Die Preise werden an internationale Master-Studiengänge vergeben, die ein besonders innovativen Lehrplan und ein didaktisches Konzept bieten, bei denen der Schwerpunkt auf interdisziplinärer Herangehensweise, einer sorgfältigen Auswahl von Studenten in Verbindung mit professioneller Betreuung und Beratung, umfangreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen und auf einer Internationalisierung des Studiengangprofils liegen.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verlieh die Auszeichnung an die zehn besten internationalen Master-Studiengänge an deutschen Hochschulen. Der Wettbewerb wurde bisher in den Jahren 2006 und 2008 durchgeführt und bietet nicht nur für angehende Studenten, sondern auch für Arbeitgeber und höhere Bildungseinrichtungen, eine wichtige Orientierung. Deutschland hat sich dabei in den letzten zehn Jahren im internationalen Bildungssektor als ein attraktiver Standort zum Studieren und Forschen etabliert, um auf diese Weise dem Ausdruck „Educated in Germany“ wieder zu einem international anerkannten und geschätzten Qualitätszeichen zu verhelfen. Gleichwohl wird in den kommenden Jahren die fortschreitende Internationalisierung für deutsche Universitäten weiter eine zentrale Herausforderung darstellen, im Zuge dessen nur die Institutionen erfolgreich sein werden, die den „klugen Köpfen“ der Welt attraktive Aussichten bieten können.